foto1
foto1
foto1
foto1
foto1
+41 62 758 23 60
info@dilunas.ch
Graziella Hug

DILUNA's Farfallas

Papillon und Phalène Zucht

Facebook

SFbBox by psd-loft.com

Und ich bin halt doch der Grösste!

Endlich, heute ist mein grosser Tag! Wie wird es wohl gehen, schaffen wir es, mein Frauchen und ich, Micky, Papillon aus dem Zwinger Rotmonten, wohnhaft im Hause DILUNA’s gegen all die gute Konkurrenz?
Um es gleich vorweg zu nehmen, wir haben in unserer Kategorie den ersten Platz belegt und wir, mein Frauchen und ich, sind beide unheimlich stolz. Noch mehr Freude haben wir, weil unser bester Konkurrent, der den zweiten Platz belegt, ein Artgenosse namens Pepino ist. Doch nun alles schön der Reihe nach.

Anfang März hat mein Frauchen entschieden, dass ich nicht nur auf der Welt bin um zu fressen, spazieren zu gehen, mit meinen Gspännli spielen und dabei unmögliches anstelle, meine Schönheit bei Ausstellungen unter Beweis stelle und ab und zu auch mal eine Papillondame zwecks Fortpflanzung beglücken darf. Nein, das reichte nicht für mein glückliches Hundeleben, dem Frauchen fehlte noch etwas. Und plötzlich fiel mir auf, das es in der Küche so gut nach einer bestimmten Wurst roch. Ach ja, ich erinnere mich, die erhielt ich schon damals, als ich noch ein kleiner Strolch war und mein Frauchen angefangen hat, mir Manieren beizubringen.

Doch hab ich das jetzt noch nötig? Schliesslich bin ich schon 18 Monate alt! Ich bin mal gespannt, was da kommt. Frauchen packt meine Wurst ein, nimmt Leine und Halsband und noch irgend etwas, das ich nicht kenne und noch nie gesehen und gerochen habe. Und weisst Du, was das Schönste ist, wir zwei gehen ganz alleine mit dem Auto fort! Keiner meiner Hausgenossen begleitet uns, ich bin halt doch der Beste!

Wauuuu, was für eine schöne, grosse Spielwiese und all die vielen Hunde. Grosse, Kleine, Eingebildete, Unmögliche, schöne Rassehunde und auch ein paar Mischlinge. Doch die sind alle so gross! Was machen wir den hier? Ah, schau mal, da ist noch ein Papi, Pepi wird er liebevoll genannt und auch ein Westi namens Aniko ist dabei. Alles Männer, wo bleiben den die Damen?

Ich komme aus dem Staunen nicht heraus und doch ist mir überhaupt nicht klar, was wir hier machen. Muss ich wirklich mit dem grossen Schäferhund um die Wette rennen oder mich mit dem Leonberger im spielen üben? Nein mein Frauchen, da hast Du Dich geirrt, ich streike und verkrieche mich unter den Stuhl. Doch leider nicht lange, schon geht’s los. Ich muss an der Leine laufen und höre dabei neue Kommandos.

Ich muss mich konzentrieren und von spielen mit den anderen Hunde ist absolut nichts in Sicht. Ich springe ja gerne und habe richtig Freude, wenn mein Frauchen das Kommando "Sprung" gibt. Anschliessend bekomme ich immer ein Stücken von der feinen Wurst und Frauchen spielt ganz alleine mit mir. Das war das Ding, das ich noch nie gesehen habe. Ein neues Spielzeug. Doch durch diesen schwarzen Ring, der noch nach Gummi stinkt, will ich nicht. Ich bin doch nicht blöd, nee nicht mit mir. Doch am anderen Ende ist wieder dieses feine Stücken Wurst!! Was mach ich nun? Ich springe über meinen Schatten, das heisst durch diesen Pneu und mein Frauchen hat eine Riesenfreude und wir spielen zusammen und natürlich bekomme ich wieder eine feine Belohnung.

Mensch werde ich verwöhnt. Doch nun bin ich müde und froh, wenn es wieder nach Hause geht. Sollen mich meine Hauskollegen bloss in Ruhe lassen, ich will nun meine Ruhe und nur noch schlafen.

Eine Woche später geht es wieder ins Agility-Training. Ich muss schon sagen, ich bin gut in Form und werde immer besser. Doch Pepino, mein Artgenosse hat einiges mehr auf dem Buckel. Das lass ich nicht auf mir sitzen, das will ich auch können und ich muss schon sagen, ich gebe mir alle Mühe, dass ich alle Geräte kapiere. Nur mit diesem Ding, dass so viele Stangen hat, weiss ich nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Ich gehe einfach von links nach rechts und wieder nach links.

Macht doch nichts, wenn ich mal eine auslasse. Doch meinem Frauchen gefällt das nicht und sagt nein. Schei........benkleister, wieder von vorne anfangen. Mach ich es halt, denn das kleine Stücken Wurst in Frauchen‘s Hand riecht so fein.

Ich lerne viel mit meinem Frauchen zusammen und heute ist es mir auch egal, wenn Sie mich ganz alleine auf der grossen Wiese liegen lässt. Ich seh' ja immer, wo sie ist und wenn Sie alleine spazieren geht, ist mir auch egal. Warte ich eben, ich bekomme ja meine Belohnung fürs Nichtstun. Auch habe ich nun alle Geräte kennen gelernt.

Bei der steilen Wand muss Frauchen manchmal nachhelfen, doch dann stellen sie die Wand etwas tiefer und ich kann beweisen, dass es ohne fremde Hilfe geht. Viel habe ich gelernt, und ich freue mich jedes mal, wenn mein Frauchen ruft: Komm Micki, wir gehen ins Agility!!

Mein Können durfte ich nun Ende Juni unter Beweis stellen. In unserer Kategorie waren es 12 Hunde. Und wir alle mussten die gleichen Geräte meistern. Au weih ja, da muss ich mich anstrengen. Doch ich habe einen Pluspunkt. Ich bin halt doch der Kleinste aber dafür um so schneller. Und einen Fehler, wie z.B. Stange abwerfen oder ein Gerät verweigern, hat mein Frauchen nie akzeptiert. Ich musste üben und üben, bis es klappte. Wenn mein Frauchen nun den Parcour richtig rennt, dann ist es für mich ein Kinderspiel.

Ja liebe Leser, so ist es nämlich! Ich bin nicht dumm und mache einfach das, was mein Frauchen mir befiehlt. Doch macht mein Frauchen einen Fehler, kann das sehr viel Zeit und Nerven kosten. Ich renne einfach dahin, wo sie mich hinweist. Und die paar Hindernisse sind ein Kinderspiel für mich. Gelernt ist halt gelernt.

Wir durften als zweites Paar in den Parcour. Vor uns war Tina, eine Jack Russel-Dame. Die war wirklich gut, doch leider hat sie bei zwei Geräten einen Fehler gemacht. Nun waren wir an der Reihe. Ich habe mich konzentriert und aufmerksam zugehört, was Frauchen mir sagte. Es war schon ein bisschen aufregend, all die vielen Hunde und noch mehr Leute.

Plötzlich hiess es: Micki los, Sprung, Sprung, Weit, Pneu, Sack, Steg undsoweiter undsofort. Als ich aus dem Tunnel kam, wusste ich im ersten Moment nicht, wohin ich rennen muss, mein Frauchen hat glaube ich, ein bisschen die Orientierung verloren. Doch ich glaube, ich habe alles zu einem guten gelingen beigetragen, denn mein Frauchen war stolz auf mich und hat mich riesig belohnt.

Auch mein Konkurrent Pepino war super. Einfach schön, wie der über die Hürden springt. Wir sind halt doch schöne Hunde und beim Agility kommt auch unser langes Haarkleid so richtig in Fahrt. Pepino hat durch seinen fehlerfreien Parcour bewiesen, dass man nicht schnell sein muss, sondern auch keine Fehler machen darf. Den Sprung aufs Podest schaffte ich aber nicht, das war dann doch ein bisschen zu hoch und Frauchen hat mich auf dem Arm gehalten, dass man mich auch sieht.

Ich bin stolz auf meinen ersten Agility-Pokal, der gehört mir ganz alleine und den habe ich mit viel üben und lernen ehrlich verdient.

Wir alle waren stolz und glücklich, über diesen erlebnisreichen Tag. Hier spielt es einmal keine Rolle, wie ich aussehe, ob ich Papiere habe und meine Zähne schön weiss sind. Hier ist einmal das Können gefragt und ich und mein Frauchen haben sehr viel Spass.

Mitte August hat nun der zweite Kurs begonnen. Wir sind nun keine Anfänger mehr und jetzt geht es darum, das wir das Gelernte verfeinern und noch ein paar Finessen einbauen. Die Geräte kenne ich nun schon alle und es ist für mich ein toller Spass. Auch mit diesen blöden Stangen, mein Frauchen sagt Slalom dazu, werde ich mich nun vermehrt beschäftigen, denn ich will keine Fehler machen. Gerne werde ich Euch wieder berichten, wenn es ein neues Erfolgserlebnis zu erzählen gibt. Drückt mir die Daumen und denkt daran, wenn Ihr einen Agility-Platz sieht, wir Zwerge können auch diesen meistern.


Copyright © 2017 DILUNA's Farfallas Rights Reserved.